Gedenken vor Ort und im Museum - Ein Rundgang mit Werkstatt-Gespräch
17.00 Uhr Führung auf dem jüdischen Friedhof
mit dem Vorsitzenden des Fördervereins „Jüdische Geschichte und Kultur im Kreis Groß-Gerau e.V.“, Pfarrer i.R. Walter Ullrich
18.30 Uhr Besuch im Stadtmuseum
Im Anschluss an eine Führung zur jüdischen Geschichte in der Dauerausstellung Gespräch mit dem langjährigen Leiter des Stadtmuseums Jürgen Volkmann und dem Oberstudienrat in Rente und Mitglied im Ev. Arbeitskreis für das christlich-jüdische Gespräch in Hessen und Nassau, Hans-Georg Vorndran. Die Leitung der Werkstatt-Gespräche zur Gedenk-Kultur hat Professor Dr. Wolfgang Schneider, Kulturwissenschaftler aus Bischofsheim.
Die Werkstatt-Gespräche zur Gedenk-Kultur finden in Zusammenarbeit mit der KVHS Groß-Gerau, Arbeit und Leben und dem Netzwerk der Stolperstein-Initiativen statt. In dieser Reihe Werkstatt-Gespräche zur Gedenk-Kultur geht es um um ein Gedenken, um ein permanentes Engagement gegen das Vergessen.
Es geht um jüdische Bürgerinnen und Bürger, die jahrhundertelang in der Rhein-Main-Region lebten und in der Zeit der nationalsozialistischenGewaltherrschaft verfolgt, zur Flucht getrieben und ermordet wurden. Es geht um andere Opfergruppen wie beispielsweise politisch, rassistisch oder religiös Verfolgte, Opfer von Zwangsarbeit sowie Euthanasie; auch die sollen nicht in Vergessenheit geraten.
Und es geht zudem um das davor und danach, um ein Gedenken an die Geschichte der Kolonialzeit und um die Versäumnisse in der Nachkriegszeit. Aber was ist, wenn alle Stolpersteine verlegt sind, alle Gedenksteine stehen und alle Gedenktafeln angebracht sind? Was machen die Initiativen, um Erinnerung und Gedenken wach zu halten? Was sind Ihre Erkenntnisse aus der zumeist ehrenamtlichen Aufarbeitung von Geschichte vor Ort?